der Gartenbau

Angraecum sesquipedale

Orchidaceae
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Allgemeines: die Gattung Angraecum zählt etwa 200 Arten von Orchideen, sie stammen aus Südafrika, vor allem aus Madagaskar; sie haben keine Pseudobulben, sind epiphytisch, und haben verschieden Größen, einige Arten sind sehr klein, während andere Arten einen sehr kräftigen Wuchs mit großen Blüten haben. Die Blüten sind weiß, manchmal grünlich, oder gelblich- rosa. A. sesquipedale hat weiße, sehr große, sternförmige Blüten; an der Basis der Blütenkrone bildet sich ein 25-30 cm langer Sporn. Diese Orchidee wurde in der Mitte des 19. Jhdt. von C. Darwin entdeckt. Sie hat lange fleischige Blätter, die paarweise entlang eines kräftigen Stiels wachsen, Angraecum kann bis zu 30-40 cm hoch werden. Die Blüten duften sehr stark, vor allem abends. Diese Orchideen bilden sehr lange silbrig-grüne Luftwurzeln.


Standort: sehr helle Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung; man kann sie auch auf Fensterbretten halten, das Sonnenlicht muss mit einem hellen Vorhang abgeschirmt werden. Sie sind sehr kälteempfindlich und bevorzugen nächtliche Mindesttemperaturen von 15°C. Im Sommer stellt man sie an einen schattigen, luftigen und frischen Standort, die Temperaturen sollen nicht über 35°C liegen.

Gießen: sie haben keine richtige Ruhephase, man gießt daher das ganze Jahr über regelmäßig, das Substrat darf nie ganz austrocknen. Nach der Blüte gießt man für zwei Monate weniger. In der Wachstumsphase und vor allem in der Blütezeit mischt man alle 20-25 Tage speziellen Dünger für Orchideen zum Gießwasser. Die vom Hersteller empfohlene Menge halbieren.

Boden: wie viele andere epiphytischen Orchideen pflanzt man auch die Angraecum in kleinen Töpfen mit zerkleinerter Rinde, Polystyrolstückchen, Perlit und andere grobkörnige Materialien, um die Böden der Wälder Madagaskars zu imitieren.  

Vermehrung: im April und Mai kann man Ableger lösen, die man in ein Orchideensubstrat zum Wurzelschlagen setzt, bei einer Temperatur von 20 °C, später setzt man sie ein. Der Stiel von A. sesquipedale wird manchmal zu lang, man kann Kopfstecklinge schneiden, wobei man achten muss, dass jeder Teil seine Wurzeln hat.

Parasiten und Krankheiten: die Spinnmilbe führt zum Gelbwerden der Blätter.