 Allgemeines: die Gattung Aloe, mit ihren etwa 250 Arten stammt aus Südafrika, wo sie hauptsächlich aufgrund ihrer sukkulenten Blätter kultiviert wird. Sie ähnelt sehr den Agaven, sowohl von der Form her als auch von den klimatischen Charakteristiken. Im Unterschied zu der Agave stirbt die Aloe nicht nach der Blüte ab. Die Blätter sind fleischiger und haben Dornen am Ende, es gibt Arten, die Dornen auch auf der Blattoberseite oder der Blattunterseite haben. Standort: die Aloe bevorzugt gemäßigtes Klima. In Süditalien zum Beispiel wächst die Pflanze ohne weiteres im Garten, weiter im Norden wird sie als Zimmerpflanze oder im Glashaus gehalten, in Töpfen mit Durchmessern von 8 bis 60 cm. Die idealen Temperaturen betragen 20-24 °C am Tag und 10 -14 °C in der Nacht. Im Winter können diese Temperaturen auch um 3–4 °C unterschritten werden, sie dürfen aber nie unter 5 °C liegen.
 Vermehrung: durch Stecklinge. Man geht folgendermaßen vor: man schneidet die Sprosse ab und lässt sie für 2-4 Tage trocknen, je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Man setzt sie dann in einen Behälter mit lockerem Substrat, das immer feucht gehalten werden muss. Die Töpfe müssen sehr hell stehen. Ideal zum Praktizieren von Stecklingen ist der Sommer. Die Aloe kann auch durch Samen vermehrt werden, man sät im März, bei einer Temperatur von 20–22 °C.
Tintenfisch-Aloe (Aloe arborescens)
Stammt aus Südafrika, ist eine der am höchsten wachsenden Arten und erreicht eine Höhe von 2 m. Die Pflanze ist verzweigt und hat eine Rosette von Blättern bis zu 60 cm. Die Blattränder tragen dreieckige Dornen. Die Aloe blüht im Winter und produziert schlauchförmige Blüten in doldenförmigen Blütenständen, die sich auf langen verzweigten Stängeln entwickeln. Die Blütenfarbe geht von orange bis rot.
Aloe aristata
Auch sie stammt aus Südafrika, ist aber kleiner als die Tintenfisch-Aloe. Sie wird 20–25 cm hoch, die Blätter sind schmal und lang und weisen weiße Erhebungen auf, welche die Pflanze besonders elegant aussehen lassen. Der Blütenstand entwickelt sich am Ende eines Stängels und ist gelb-rot. Bei sehr hohen Temperaturen schließt sich die Pflanzen und nimmt so Eiform an.
Aloe ciliaris
Eine der wenigen kriechenden oder kletternden Aloe-Arten. Sie hat dünne Äste, kann aber bis zu 5 m hoch werden. Die Blätter, die sich am Ende der Äste entwickeln, sind schmal und spitz mit Dornen am Blattrand. Im Juni und Juli erscheinen doldenförmige Blütenstände mit gelben und roten Blüten.
Aloe ferox
Stammt aus Südafrika, kann bis 4 m hoch werden. Man sieht eine Reihe von Blätterrosetten. Die Länge der Blätter kann 1 m erreichen, man sieht Dornen sowohl am Blattrand als auch auf der Blattunterseite. Die Dornen sind dunkelrot. Im März erscheinen die verzweigten Blütenstände mit gelb-roten Blüten.
 Aloe humilis
Stammt aus Südafrika, ist eine der kleinsten existierenden Arten. Die Blätter sind 5–10 cm lang, Richtung Zentrum gebogen und türkisgrün. Kleine weiße Dornen präsentieren sowohl auf der Blattoberseite als auch auf der Blattunterseite. Der kleine Blütenstand wird bis 4-6 cm lang und ist gelb.
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