der Gartenbau

Vermehrung durch Stecklinge

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Der Steckling ist eine häufig verwendete Vermehrungstechnik, weil er große Vorteile bietet: viele Stecklinge schlagen sehr leicht Wurzeln, wenige Kniffe reichen für ein gutes Gelingen, aus einer einzigen, auch kleinen Pflanze kann man viele Stecklinge erhalten; die Pflanze aus Stecklingen sind generell identische mit der Mutterpflanze. Es gibt verschiedene Arten von Stecklingen, die man in verschiedenen Perioden des Jahres setzt; aus jeder einzelnen Pflanze kann man verschiedene Arten von Stecklingen gewinnen, auch wenn es für jede Pflanze bevorzugte Stecklinge gibt: Geranien zum Beispiel wurzeln sehr schnell über krautige Stecklinge; Rosen hingegen vermehrt man über Steckhölzer; die Begonien wurzeln schnell durch Blattstecklinge und so weiter. Vor dem Schneiden von Stecklingen informiert man sich daher besser, welche Art von Steckling für die jeweilige Pflanze geeignet ist.  

Krautige Stecklinge
Man schneidet sie zu Winterende und im Frühling, man schneidet sogenannte Kopfstecklinge, oder auch kleine Stängel, wichtig ist, einen Teil der Rinde des Astes zu belassen, von dem wir den Steckling geschnitten haben.  Diese Art von Stecklingen ist geeignet für krautige Pflanzen, mehrjährige Pflanzen und kleine Sträucher. Sie sind hingegen weniger für Bäume oder große Sträucher geeignet, die neuen Trieben haben wenig Nährstoffe in ihren Geweben gespeichert und könnend daher nur kurz von der Mutterpflanze getrennt leben, was ein Gelingen der Vermehrung unwahrscheinlich macht.  

Verholzende Stecklinge
Man schneidet sie im Sommer, man verwendet junge Äste, die aber schon leicht verholzen, man schneidet knapp unterhalb des Nodiums; diese Methode verwendet man bei Bäumen und Sträuchern, man kann Kopfstecklinge (Triebspitze und Stängel mit zwei bis vier Blattpaaren) oder Stammstecklinge (auch Teilstecklinge genannt, Stängel ohne Triebspitze mit 2-4 Blattpaaren) Diese Stecklinge sind normalerweise 10-15 cm lang, man kann einen Ast abschneiden und dann in mehrere Stücke teilen; man setzt sie einige cm tief ein, mindestens ein Nodium tief, von hier aus entwickeln sich die neuen Wurzeln. Vor dem Einsetzen entfernt man die Blätter an einem Drittel der Länge des Stecklings.  

Steckhölzer
Man schneidet sie im Herbst oder am Winterende, man schneidet Äste aus dem Vorjahr, nicht älter,  die Stecklinge sollen 10-15 cm lang sein im unteren Bereich entfernt man die Rinde, der Steckling schlägt so einfacher Wurzeln, man entfernt auch die Blätter am unteren Teil, von den anderen Blättern schneidet man die äußere Hälfte weg. Diese Stecklinge praktiziert man an hochstämmigen Bäumen oder einigen Sträuchern.  

Blattstecklinge
Man schneidet sie im Frühling oder am Sommerende; man kann das Blatt mit Stiel verwenden, wie im Falle des Usambaraveilchens, oder  Blatt-Teilstecklinge, wie im Fall der Begonie. Diese Art von Vermehrung verwendet man generell bei Sukkulenten, man wählt gesunde Blätter, die schon einige Wochen alt sind.