Rebenveredelung

Rebenveredelung

Da Reben heterozygot sind, können sie nur sortenspezifisch vermehrt werden. Aus natürlicher Selbstbefruchtung werden selten neue Sorten mit idealen Eigenschaften für den Anbau gewonnen. ie Veredelung besteht in einer ungeschlechtliche oder vegetativen Vermehrung eines Rebstocks. Hierfuer wird ein Oberteil der Rebe mit einer Edel-Knospe auf einen Wurzelstock aufgepfropft. Hierbei verbindet man ein Edelreis auf ein etwa 20 cm langes Wurzelstück mit einer speziellen Schnittform. Es gibt diverse Schnittarten, mit denen die beiden Teile zusammengefügt werden. In der Vergangenheit r wurde diese Prozedur ausschließlich manuell durchgeführt, heutzutage werden hierzu Veredelungs-Maschinen angewendet.
Rebenveredelung


Propfreben leben weniger

Rebenveredelung Nachdem die beiden Teile verwachsen sind, bildet sich der Oberteil aus dem Auge des Edelreis, während sich aus der Unterlage der Wurzelstock entwickelt. Man spricht in diesem Fall von einer Pfropfrebe. Der obere Teil des Edelreis bestimmt hier den Charakter des jungen Rebstocks . Bei einer Neuzüchtung oder Kreuzung sind hingegen die Eigenschaften beider Teile im neuen Rebstock vereinigt. Pfropfreben weisen meist eine kürzere Lebensdauer auf und ihre Trauben enthalten deswegen oft weniger Extrakt-Stoffe und Aroma. Zudem sind Pfropfreben empfindlicher und leiden leicht unter Wassermangel.


    Veredelung bekämpft Schädlinge und Krankheiten

    Rebenveredelung Im 19. Jahrhunderts wurden das erste Mal die Wurzelstöcke von Amerikaner-Reben mit Edelreisern von Europäer-Reben veredelt, um Mehltaus und Reblaus zu bekämpfen. Die amerikanische Vitis riparia und die Vitis berlandieri, besonders widerstandsfähig gegen Reblaus und Kalkböden wurden die gekreuzt. So wurde das widerstandsfähige amerikanische Rebholz mit dem europäischen Rebholz veredelt und die nach Europa eingeschleppte Reblaus biologisch bekämpft. Auch heutzutage wird die Veredelung oft aus diesem Grund angewendet, denn hierdurch wird due Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Pathologien und Schädlinge gefördert und der Ernteertrag gesteigert.


    Blattgallenmilben oder Pockenmilben

    Ungefährlich sind hingegen die bei Reben oft vorkommenden Blattgallenmilben. Bei der Pockenkrankheit bilden sich nach dem Austrieb kleine weiße Filzteppiche auf der Unterseite der Rebenblätter. Nach wenig Zeit stülpt sich an diesen Stellen das Blatt nach oben aus. Bei blauen Rebensorten nimmt die Blattoberseite eine rote, bei weißen Sorte eine gelbe Farbe an. Leicht wird die Pockenkrankheit mit Mehltau verwechselt: Blattgallenmilben müssen aber gewöhnlich nicht bekämpft werden, da er Schaden kaum ein bedrohliches Ausmaß erreicht.




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